D E R   W E I S S E   H O L U N D E R   I N   D E R   K R I T I K


TAG UND NACHT 2000

Kneipe, Museum, soziokulturelles Zentrum. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen wundervollen Ort am nördlichen Rand des Viertels zu beschreiben. Am Anfang stand die Idee eine Nachbarschftskneipe. Jung und Alt aus dem Veedel treffen sich vor Ort, kommen miteinander ins Gespräch, lernen sich kennen. Doch schnell wurde die Kneipe über den Stadtteil hinaus bekannt. Denn die liebevoll zusammengetragene 50er-Jahre-Einrichtung ist besichtigungspflichtig, die Bierpreise sind nach wie vor günstig, und eine Jukebox, an der sich kostenlos die Schlager von anno dazumal auswählen lassen, gibt es sonst auch nirgendwo. Als dann noch ein Kneipenschreiber installiert wurde, der hier einmal wöchentlich kostenlos bei Speis' und Trank arbeiten konnte, kam der Laden für kurze Zeit gar nicht mehr aus den Schlagzeilen raus. Und dennoch hat es das Wirtsehepaar Karl und Margot Schiesberg verstanden, die familiäre Atmosphäre zu waren und dem Ausverkauf unter dem unseeligen Vorzeichen "Kult" Einhalt zu gebieten. Eine Leistung, die Respekt abnötigt.

SEKT UND SELTERS

Zweimal ist der Weisse Holunder im renomierten Kneipen führer "Sekt und Selters" mit der höchsten Auszeichnung "6 Kelche" ausgezeichnet worden.
Zitat: (Auszug) "... Sollten in ihrem Laden überwiegend Erwachsene verkehren oder Menschen, die sich wie solche benehmen, können Sie mich schon halb zur Stammkundschaft zählen.
... Wesentlich lieber als gestylte und gegelte modische Jungmännchen sehe ich mir dickbäuchige Fünfziger an, die einen Billardstoß erst erläutern und dann auch haargenau so ausführen
... Sehen Sie, es ist doch ganz einfach, die höchste Wertung zu bekommen!"


DER FEINSCHMECKER

"... 50er-Jahre Schlager aus der Musikbox, Würzburger Hofbräu in großen Seideln, berühmt ist der hausgemachte Kartoffelsalat..!"


TAG UND NACHT 1999

"Es war die Idee der Nachbarschaftskneipe, die Karl und Margot Schiesberg vor einigen Jahren Kneipiers werden ließ.
Um dieses in der Großstadt aussterbende Genre zu beleben, füllten sie die alte Gaststätte "Schumacher" an der verkehrschaotischen Gladbacher Straße mit Unmengen von trashig anmutendem 50er-Jahre-Nippes und spielten die Musik jener Zeit dazu - nicht zu laut, so daß jederzeit eine Unterhaltung möglich ist. Ergänzt wird das Konzept der Wirte durch innovative Ideen (wie z.B. dem alljährlichen Kneipenschreiber Wettbewerb) und einer anständige Portion Meschlichkeit: Wenn mal unvorhergesehen geschlossen ist wird das mit der Konkurrenz abgesprochen, damit die dann den Laden aufmacht für die Frühschopper und Feierabendtrinker.
So hat sich der Holunder über die Jahre nicht nur zu einer Nachbarschaftskneipe, sondern auch zu einem Ort entwickelt, in dem sich die Generationen treffen, die ahl Lückscher an der Theke, das jüngere Volk an den Nierentischen oder am Billardtisch."